Der Under Armour’s Speedform Gemini 2 Record Equipped im Test

Wäre es nicht toll, wenn mein Laufschuh „denken“ könnte? Als alter Gadget-Freund interessiere ich mich schon länger für das sog. „Internet of Things“ und warte gespannt auf den Moment, wo mir die Schuhe am Ende des Laufs einen gute Diagnose über die Belastung meiner Füße geben können.

Als hätte Under Armour das gewusst, wurde mir freundlicherweise ein Testschuh zur Verfügung gestellt, der genau das kann: Tracken, analysieren, mitdenken.

Under Armour Gemini 2 Record

Den Under Armour Speedform Gemini 2 gibt es in zwei Ausführungen. Einmal „offline“, der u.a. im aktuellen Triathlon-Magazin auf Seite 64 getestet wurde: „Technologie, die dem Fuß des leichten bis mittelschwerem Läufer Führung geben soll“.

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Und natürlich die „Online-variante“ oder genau gesagt: Record Equipped. Wer das Video sieht, will ihn sofort ausprobieren:

Und genau das habe ich getan. Nach der blitzschnellen Installation konnte es auch schon losgehen. Naja, eigentlich hab ich verzweifelt nach dem „Start-Knopf“ für meine Aktivität gesucht, doch der UA Gemini 2 Record Equipped macht das Ganze noch einfacher: Einfach loslaufen ist hier die Devise.

Under-Armour-Speedform-Gemini-2-Record-Equipped-iphoneSynchronisiert wird später und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Distanz stimmt ziemlich gut (siehe unten Garmin GPS). Die Zeit ist natürlich ca. 10 Minuten zu viel, da ich wegen Ampeln und meines Hundes ab und zu gestoppt hatte.

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Hier könnte man noch etwas nachrüsten und Pausenzeiten automatisch herausfiltern. Dank Firmware-Updates ist das sogar nicht auszuschließen

Garmin-ConnectFazit: Gute Pionierarbeit

Der Schuh fühlt sich nicht nur gut an, sondern auch die Bedienung ist kinderleicht und darauf kommt es schließlich an. Während andere Läufer noch mit ihrem Smartphone beschäftigt sind, kann man hier einfach loslaufen.

Entgegen des Videos hat der eingebaute Chip kein GPS, sondern dafür müsste man dann doch das iPhone mitführen.

Man kann gespannt sein wo der Trend noch hinführen wird. Bisher hat der Chip leider noch keine Sensoren, die zum Beispiel die Druckverteilung im Fuß messen können. Böse Zungen sagen, es ist einfach ein eingebauter Fuß-Pod – nicht mehr und nicht weniger.

Im Gegensatz zum Fuß-Pod sieht eingebaute Schuh nicht nur schicker aus, sondern er weiß auch, wann es Zeit für einen neuen Schuh wird. Hoffentlich „denkt der Schuh“ aber niemals so viel und zerstört sich womöglich am Ende noch selbst. 🙂

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