Ironman kommt von Eisen: Der wohl wichtigste Wert für Ausdauersportler?

Wann habt Ihr das letzte Mal Euer Blutbild checken lassen? Früher habe ich das nur alle Jubeljahre mal gemacht, da anschließend immer für ein paar Stunden die Lichter ausgegangen sind…

Seit 2015 lasse ich dagegen regelmäßig meine Werte checken. Als Zahlen-Nerd und Quantified-Self-Anhänger hätte ich eigentlich schon früher auf die Idee kommen können. 🙂

Kölnmarathon 2011
Kölnmarathon 2011

Was ist die Norm?

Damit der behandelnde Arzt Eurer Werte richtig interpretiert, sollte man vorher eine gründliche Anamnese machen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass man bei bestimmten Werten sich nicht nur auf den Arzt verlassen sollte.

Denn leider gibt es hierbei ein Problem. Die Normwerte beziehen sich auf den bundesweiten Durchschnitt und der lebt teils sehr ungesund und hat vielleicht auch andere Anforderungen als ein Ausdauersportler.

Beispiel Vitamin D3: Hier gibt es fast keine Grenze nach oben. Seitdem ich beispielsweise Vitamin D3 zu mir nehme, hatte ich keinen Ermüdungsbruch mehr.

Beispiel CK-Werte (eine Art Indikator für Muskelzerstörung): Kurz nach einem Wettkampf hat man Werte, bei denen normale Menschen wohl auf der Intensivstation landen würden. Alles im Rahmen, wenn es bei einem Peak bleibt.

Niedrige Eisenwerte keine Seltenheit

Dass mein Wert von 25 µg/l viel zu niedrig ist, habe ich erst durch den Instagram-Post eines jungen Ausdauersportlers erfahren und leider nicht durch meine Ärzte, wonach die Grenze zum Eisenmangel bei 20 µg/l liegt.

Warum Eisen so wichtig ist, hat die Seiten eisencheck.at gut zusammengefasst:

Eisen ist für den Energiehaushalt des Körpers von zentraler Bedeutung! Nicht nur in den roten Blutkörperchen ist das Eisen essentiell, um Sauerstoff zu binden und von der Lunge in die Gewebe zu tragen, auch in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, wird es zum Energiegewinn gebraucht. Und speziell für die Muskelarbeit ist Eisen bedeutsam. Der muskuläre Sauerstoffspeicher, das Myoglobin, enthält ebenfalls Eisen.

Umso erstaunlicher, dass ich mit diesen Werten im letzten Jahr überhaupt so gut abgeschnitten habe. Statt mich zu ärgern blicke ich nach vorne.

Primär versuche ich, „Eisenhemmer“ wie Kaffee & Cola zu unbedenklichen Zeiten zu konsumieren, weterhin gesund zu essen und für den Beginn noch mit den Feil-Eisenkapseln zu unterstützen. Beim Ferritin-Wert ist leider etwas Geduld gefragt.

Zwischenstand nach zwei Monaten

Im Oktober 2015 hatte ich 25 µg/l und jetzt sind es jetzt im Mai 2016 sind es 29,4 µg/l. Immer noch wenig, aber bis zum „Eisenmann“ im Juli in Frankfurt ist ja auch noch etwas Zeit. 😉

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