Woran hat’s gelegen? 10:20h in Köln

Woran hat’s gelegen, dass es mit der Sub10 beim Kölntriathlon am vergangenen Sonntag noch nicht geklappt hat? Vor dem Start war ich noch zuversichtlich: Die Wettkampfwoche war schön erholsam und ich ging mit einer gesunden Mischung aus Anspannung und Lockerheit an den Start.

Hungrig ins Wasser

Kleiner Schönheitsfehler: Ich bin an dem Tag schon um 02:00 Uhr aufgestanden, habe früh gefrühstückt und dann kurz vor dem Schwimmstart wieder etwas Hunger. Nächstes Mal kommt ein Riegel für den Notfall mit. ?

Das Schwimmen hat sich dennoch super angefühlt. Vielleicht wieder ein bisschen zu entspannt, denn auf der schnurgeraden Strecke war ich mit 1:18h sogar sechs Minuten langsamer als in Frankfurt. Schlechter Einstieg.

Radfahren rockt

Nach einem schnellen Wechsel ging es aufs nasse Rad und ich merkte schnell, dass ich hier heute viel Freude haben werde. Die ersten 1-2 Stunden vergingen wie im Flug auf der fast flachen Strecke und ich lag dank 200-215W sogar auf 5:00h Split. Auch die extrem heftigen Wokenbrüche konnten mir scheinbar nichts anhaben und der Regen ist einfach nur an den rasierten Beinen abgeperlt. In Wirklichkeit hat die Konzentration jedoch stark gelitten. Der Druck auf die Pedale ging zurück und am Ende hatte ich wegen der Kälte kaum Appetit und deswegen noch Gels und Getränke übrig. Ein großer Fail, da magentechnisch alles total in Ordnung gewesen wäre.

IMG_2198

Die ganze Zeit fuhr das Ziel „Sub10“ im Kopf mit, sodass ich mich immer wieder versucht habe, zu puschen, damit ich am Ende „nur noch einen Marathon in 3:30h“ laufen brauche. Leider habe ich erst um ca. 13:33 Uhr und ca. 5:11h-Split die Wechselzone erreicht. Obwohl ich den zweitschnellsten Wechsel absolviert habe, lief ich fortan einem realistischen, aber extrem sportlichen Ziel hinterher (ca. 3:26h für den Marathon).

Schmerzhafter Finish

Nach 2km wollte ich schon aufgeben, da es an der Achillessehne gezwickt hatte und ich hier schon leichte Probleme hatte, die ausgerechnete Pace von ca. 4:50 min/km zu laufen. Nach 5km war ich dann plötzlich im Rennen und lag sogar auf 10h-Kurs. Trotzdem habe ich bewusst eher langsam gemacht, damit mir nicht wie in Frankfurt bei KM20 der Stecker gezogen wird.

Tja, das kam dann leider bei KM30. Warum? Zu viel Gas gegeben am Rad? Zu wenig gegessen? Einfach ein normales Limit? Das war eine extrem krasse Situation, wenn man bereits viele Höhen und Tiefen hinter sich hatte, das große Ziel endlich schaffen kann und dann doch noch „das Aus“ kommt. Genau das macht die Langdistanz aber auch so interessant.

Bildschirmfoto 2016-09-11 um 02.33.46

Auf den letzten 10km habe ich dann noch 20 Minuten verloren und bin in 10:20h ins Ziel. Immer noch eine starke Zeit wie man an den Glückwünschen und Platzierungen sieht. Sicherlich nicht das was ich mir erhofft hatte.

Bildschirmfoto 2016-09-10 um 20.49.36

DNF is an Option?

Im Nachhinein habe ich auch überlegt, ob ein DNF nicht sinnvoller gewesen wäre, da jetzt verletzungsbedingt sogar der New York Marathon im November gefährdet ist. Das Gefühl von zwei absolvierten Langdistanzen möchte ich allerdings auch nicht missen.

Happy Off-Season

Die Luft ist jedenfalls raus und ich genieße eine völlige Sportpause. Fahrstuhl statt Treppe, doppelter Burger statt Quinoa-Gemüse-Mischung, Geburtstagsmarathon und Konferenzen statt Trainingseinheiten. 4KG sind schon drauf, um gesund in die Wintervorbereitung zu gehen.

2017 wird einiges passieren – lasst Euch überraschen!

Titelfoto via FreeTriPix

Schreibe einen Kommentar