Saisonabschluss in Köln und Rückblick auf Wiesbaden

Jetzt ist die Triathlonsaison schon fast wieder vorbei und irgendwie war es auch ein langes Jahr: Ein Major-Marathon in Boston, eine Mitteldistanz im Kraichgau, mein erster Ironman und zuletzt der IM 70.3 in Wiesbaden.

Rückblick auf Wiesbaden

Für die 70.3 European Championchip in Wiesbaden hatte ich mich schon vor einer ganzen Weile angemeldet, da ich wegen des All-World-Athlets-Programm von Ironman gerne drei Rennen in diesem Jahr machen wollte.

Die Vorbereitung lief für meine Verhältnisse weniger fokussiert. Stattdessen interessiere ich mich gerade sehr für den Aufbau von Unternehmen, hatte noch vor dem Wettkampf viele Abendveranstaltungen besucht und war auch beim Thema Ernährung eher locker unterwegs. ?

Zeit für Experimente

Dafür habe ich viel ausprobiert wie z. B. eine leckere Portion Eis am Vorabend als Alternative zur Pasta-Party. Außerdem viel neues Material wie einen Aero-Startnummer mit Klettverschluss (bringt bestimmt 0,0001W ?), den PA-Suit-Anzug, endlich einen vernünftigen Tachohalter und natürlich mein neues Hinterrad.Eis-Loading

Ich dachte ja eigentlich, dass der Wettkampf umso besser läuft, da ich nicht überall total ernst an die Sache ran gegangen war. Leider war das Gegenteil der Fall und ich empfand es beinahe so anstrengend wie die komplette Distanz in Frankfurt.

Das lag vor allem an der Radstrecke, die leider nichts für mich ist. Viel zu viele Abfahrten (Spitze: 85km/h), bei der mir meine eigene Gesundheit wichtiger als eine gute Zeit war. Das hat mir dann auch gleich meine erste Zeitstrafe eingebracht, da ich bei den Abfahrten aus Sicherheitsgründen nicht überholt hatte. Später wurde dann das Überholen wiederum bestraft… ?

Beim Laufen habe ich mich auch ziemlich gequält und vor allem wegen des TriClub-Programms, bei dem wir mit sisu-training Erster geworden sind, noch so gut es ging gefinisht.

Sportlich ziemlich vermurkst und genau deswegen nehme ich einiges an Erfahrungen mit.

✅ Starte zum Spaß bald wieder im schönen Wiesbaden und bringe die Familie mit.
✅ Neue Hardware am Fahrrad hat komplett gehalten
⛔️ Akustische Wattvorgaben im Tacho nerven schon nach fünf Minuten.
⛔️ Eis am Vorabend ist lecker, doch Nudeln liegen irgendwie nicht so schwer im Magen.

Am Ende war es ein toller Vorbereitungswettkampf, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Langdistanz Köln – powered by Trusted Shops

Vorbereitung? Wofür? Tja, Wiesbaden hat hat meinen Ehrgeiz irgendwie noch mal geweckt.

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Die Beine fühlen sich super an und so ein Triathlon vor der Haustüre, bei dem gefühlt aus dem Bett in den See fallen kann, hat enorm viele Vorteile: Es startet fast der gesamte Verein, man muss keine Urlaubstage opfern und hat vor allem keinen Reisestress.

Die Zeit ist Reif für Sub10

Während es mir in Frankfurt nur ums Finishen ging, möchte ich jetzt schauen, ob das Ganze nicht noch 10 Minuten schneller geht.

Bisher sprechen alle Zeichen dafür, dass es ein guter Tag wird:

  • Erfahrungen einer Langdistanz vorhanden
  • Schwimmstrecke in einer Regattabahn
  • Radstrecke recht flach
  • Neuer Anzug
  • Neues Hinterrad mit cooler Trusted Shops Optik
  • Optimiertes Trinksystem (=weniger Gewicht)
  • Ferritin-Werte (Eisenspeicher) von 29ng/ml auf 48ng/ml
  • 75g KH/pro Stunde bleiben im Körper ?
  • Dieses Mal fahre ich mit Tacho und Sonnenbrille ?

Außerdem bin ich gerade in den letzten Tagen extrem entspannt. Interessant ist hier der Vergleich im Vitalmonitor:

Stress & Ruhepuls vor Frankfurt
Stress & Ruhepuls vor Frankfurt
Stress & Ruhepuls vor Köln
Stress & Ruhepuls vor Köln

Mein Gefühl sagt mir, dass der Radsplit an diesem Tag entscheidet. Die letzten Intervalleinheiten auf meiner Hausstrecke waren jedenfalls sehr vielversprechend.

VO2max-Entwicklung lt. Garmin Connect
VO2max-Entwicklung lt. Garmin Connect

Jetzt heißt es: „Füße hochlegen“ und auf Sonntag freuen.

Wünsche allen Startern am Wochenende viel Erfolg! Wen trifft man?

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