Erfahrungen und Tipps vom Spartan Race Köln 2014

Gestern durfte ich eine im positiven Sinne schmerzliche Erfahrung machen und mich beim Spartan Race in Wiehl bei Köln neuen sportlichen Herausforderungen stellen. Das klingt so als wären Marathon und Triathlon im Vergleich dazu in Spaziergang, aber das Spartan Race hatte es tatsächlich in sich. Doch der Reihe nach…

Spartan Race
Spartan Race

Ihr kennt das sicherlich, wenn man sich in einem Hoch befindet und dann ungefähr für alle Läufe anmeldet die einem vor die Nase kommen. So ging es mir nach meiner überstandenen Verletzung im Februar.

Kurz or dem Rennen selbst hatte ich dann aber nicht mehr so wirklich Lust und war ehrlich gesagt auch etwas voreingenommen, wie das Event werden könnte.

Kurz nach dem Start
Kurz nach dem Start

Tatsächlich wurde es eins der schlammigsten, anstrengendsten und kurzweiligsten Rennen, an denen ich je teilgenommen habe. Überhaupt kein Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen wie dem StrongmanRun. Während man dort viele relativ flache Stücke und ausschließlich Hindernisse überwunden muss, kann man beim Spartan Race nur selten längere Passagen laufen. Schlecht für mich, aber sehr abwechslungsreich.

Sieht einfacher aus als es war!
Sieht einfacher aus als es war!

Besonders gut haben mir die Aufgaben anstelle von Hindernissen gefallen: Speer werfen, Sandsäcke schleppen oder Gewichte ziehen waren nicht ohne, aber 30 Burpees sind auch nicht gerade ein verlockende Alternative. 😉

Am Ende hat es für mich sogar zum 90. Platz von ca. 1600 Teilnehmer gereicht. Es hätte noch besser werden können, wenn da nicht der gefühlte 2km lange Lauf durch einen kleinen Bach gewesen wäre. Mein absolutes Hasshindernis. 😉

Bachlauf
Bachlauf

Die Veranstaltung hat mir extrem gut gefallen. Die Aufgaben waren sehr einfallsreich und die Wälder in Wiehl wurden sehr gut mit einbezogen. Die Volunteers waren extrem nett und witzig und auch das sehr internationale Teilnehmerfeld hat mich beeindruckt.

Meine Verbesserungsvorschläge gibt es daher nur in etwas verpackter Form. 😉

Dinge, die ein echter Spartaner nicht ändern würde

  • Geringeres Startgeld: 80 Euro sind für ein 12km langes Rennen durch den Wald nicht viel, denn im Ziel warten Ruhm und Alkohohl.
  • Veranstaltung wirklich in Köln stattfinden lassen: Für einen Spartaner ist es kein Problem, wenn es erst heißt, dass das Rennen in Köln sei und es dann ganz woanders stattfindet. Der Weg ist das Ziel.
  • Organisation verbessern: Der Registrierungsprozess läuft mit einer antiken Software die keiner versteht? Egal, Antik rockt. Die Garderobe war nur mit zwei Leuten besetzt? Egal, ein Spartaner braucht eh nur Helm und Speer.

Meine Tipps für Euch

  • Übt Bergläufe. Die sind sogar für normale Läufe super effektiv und eine ideale Abwechslung zum Standard-Intervalltraining.
  • Teilt Euch das Rennen ein. Es ist eine ganz andere Belastung als ein normales 12km-Rennen.
  • Macht Cross-Fit-Training. Bei vielen Hindernissen und Aufgaben war einfach Kraft gefordert. Da bieten sich normale Cross-Fit-Einheiten an, die am Ende auch wieder gut fürs Laufen sind.
  • Gutes Schuhwerk. Normale Laufschuhe würde ich hier nicht empfehlen. Bei Reebok konnte man übrigens Spezialschuhe ausleihen.

Weitere Berichte

2 Kommentar

  1. „Geringeres Startgeld: 80 Euro sind für ein 12km langes Rennen durch den Wald nicht viel, denn im Ziel warten Ruhm und Alkohohl.“

    … fast. Auch wenn es viele nicht geschmeckt haben / es nicht glauben wollten: In jedem Becher war alkoholfreies Zeug drin!

  2. Die Berge waren der Hammer – als ein in Köln lebender Spartaner kann ich auch nur sagen: übt Bergläufe. Die haben echt weh getan und meine regelmässigen Läufe über die Rheinbrücken haben da null trainiert.

    Ein echter Spartaner hätte die Duschen vor Ort prima gefunden… ich hätte mir einfach nur jemandem mit einem Feuerwehrschlauch gewünscht, der die gefühlt 500 wartenden Läufer abgespritzt hätte.. 😉 Aber es war geil!

    AROO!

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