Sprintdistanz in Hamburg (Ironman +2 Wochen)

Hamburg Triathlon 2013

Sechs Jahre nach meinem ersten Triathlon bin ich noch mal zur Sprintdistanz (500m, 22km, 5km) zurückgekehrt. Ohne Stress und Druck, sondern einfach um Spaß zu haben und gucken was zwei Wochen nach dem Ironman-Frankfurt und Urlaub in Frankreich geht.

Augen zu und durch die Alster

Scheinbar war ich etwas zu entspannt. Beim Abhaken der Checkliste nehme ich die Schwimmbrille zwar noch in die Hand, aber lege sie dann in die falsche Tasche. Shit happens. Besser hier als bei einem Saisonhöhepunkt… 🤓

Dank erster Startgruppe gab es auch noch keine liegengebliebenen Schwimmbrillen und so hieß es für mich: Augen zu und All-In… bis zur ersten Boje. Dann war die Luft schon raus und mir wurde schwindelig. Rookie-Fehler… 🤕

Das schnelle Anschwimmen überlasse ich ab jetzt eher den Pros. Teilweise im Oma-Stil (Brustschwimmen mit Kopf über Wasser) an Land gekommen und schon 3 Minuten auf die anvisierte Zeit verloren (11 statt 8 Minuten).

Alleine durch Hamburg radeln

Das Radfahren fand dieses Jahr mal im Trockenen statt und lief schon besser – leider war es ein ziemlich einsames Rennen, sodass man sich weder mental noch physisch an andere Fahrer heransaugen konnte.

Trotzdem hat’s Spaß gemacht, wieder Triathlon-Luft zu schnuppern – macht eben doch süchtig. Die Zeit von 36 Minuten (36km/h, nur 213W NP trotz 238W FTP) war mir relativ egal.

Erster – zumindest im Verpflegungsdorf

Das Wechseln und Laufen hat trotz längster(?) Wechselzone der Welt gut geklappt. Endlich durfte ich mal All-In durch die WZ und auch der abschließende 5-km-Lauf hat Spaß gemacht.

Nach 20 Minuten war der Spaß aber leider schon vorbei. Während die Erstplatzierten im Ziel noch über ihr Rennen schnackten, war ich reif für Kuchen – und der Erste im Verpflegungsdorf.

Der falsche Applaus („Da ist der Erste“) war dann noch peinlicher als das Vergessen der Schwimmbrille – geschmeckt hat der Kuchen aber trotzdem.

Eins ist mir auch wieder aufgefallen: Die vielen freiwilligen Helfer machen den größten Triathlon der Welt weiterhin zu einer der schönsten Triathlons.

Fazit

  • Zweite Schwimmbrille in anderen Beutel packen
  • Draufdrücken! Generell war ich beim Radfahren und Laufen noch mit zu viel Langdistanzrespekt ausgestattet.
  • Flexible Ziele: Zwei Wochen nach Frankfurt ging es mir aber eigentlich nur um einen Body-Check, bei dem ich bewusst nicht alles gebe. Das hat sich im Rennen und in den letzten Tagen davor schon sehr gut angefühlt:Bildschirmfoto 2016-07-16 um 12.35.38
  • Am Wichtigsten war mir aber wirklich: Einfach das Leben genießen (#sotrue) und zwei Dutzend Vereinsmitglieder anfeuern oder den Schlagermove besuchen… Die mentale Regeneration nach einem Ironman spielt nämlich auch eine große Rolle.

Vielleicht sieht man sich ja 2017 beim Ironman Hamburg. 💪🏼

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