Trainingssteuerung mit dem Vitalmonitor von Pulse7

Im letzten Jahr kannte ich eigentlich nur eins: Knüppeln bis der Arzt kommt. Der kam dann auch irgendwann.

Lag’s am Trainingsplan? Klares Jein. Natürlich ist der Plan durchdacht und besteht aus gut abgestimmten Belastungs- und Entlastungsphasen.

Allerdings ist der Mensch  keine Maschine, bei der man die Belastung („Trainingsload“) über eine Formel berechnen kann. Außerdem werden die wenigsten Menschen vom Sport leben können und daher noch einer normalen Arbeit nachgehen.

Dort wird auch Höchstleistung von uns verlangt und jeder kennt das Phänomen, wenn man nach einem stressigen Arbeitstag abends kein Intervalltraining mehr stemmen kann. Und das hat nichts mit Schweinehund zu tun.

Der Vitalmonitor hilft bei der Trainingssteuerung

Mit dem Vitalmonitor von Pulse7 gibt es nun eine Art Pulsgurt, der Sportler bei der Trainingssteuerung unterstützen soll.  Doch im Gegensatz zu einem herkömmlichen Pulsgurt kommt der Vitalmonitor mit vielen weiteren Funktionen daher: Sogenannte HRV- und EKG-Messungen geben Rückschlüsse über den Stresslevel und den Regenerationsstatus.

Vitalmonitor-von-Pulse7-im-Test

Jeden Morgen kurz vor dem Frühstück führe ich eine kurze Messung, die ca. zwei Minuten dauert.

In der sehr stabilen und aufgeräumten Weboberfläche und Smartphone-App kann ich die Ergebnisse dann auswerten und Empfehlungen für das nächste Training ablesen.

Vitalmonitor-Oberfläche

Funktioniert das wirklich?

Seit knapp zwei Wochen habe ich den Vitalmonitor jetzt im Einsatz und es dauert tatsächlich einige Zeit bis sich das Gerät kalibriert hat.

Seit ich ihn nutze, war ich weder krank noch hatte ich krasse Sporteinheiten oder extrem viel Stress im Job. Ich behaupte daher, dass der Vitalmonitor in diesem „normalen Leben“ nicht sein ganzes Potential ausschöpfen kann.
Foto 14.05.15 14 39 32Er zeigt mir fast immer maximal „nur“ GA2-Training an. Wenn ich dann trotzdem auf dem Rad eine All-Out-Einheit bis zum Anschlag fahre und danach noch ein hartes Athletiktraining mache, steht auf einmal eine 120%ige Superkompensation in der App und der Vorschlag, jetzt ein Intervalltraining zu machen.  Neun Minuten später ist der Vitalmonitor dann auf einmal komplett anderer Meinung.

Foto 14.05.15 14 48 15Wirklich glaubwürdig ist das nicht oder positiv formuliert: Bisher bestätigt mir der
Vitalmonitor das was ich mir mein Körpergefühl eh schon gesagt hatte. Eine wirkliche Hilfe ist das 400 Euro teure Gerät daher nicht.

Eine finale Aussage möchte ich aber erst treffen sobald ich wieder mit harten Laufeinheiten starte.

Insgesamt macht das Unternehmen Pulse7 einen etwas steifen, aber sehr seriösen Eindruck und ich glaube weiterhin daran, dass der Vitalmonitor mir noch einen guten Dienst erweisen wird.

Updates und weitere Testberichte bald an dieser Stelle.

5 Kommentar

  1. Hi, nutzt Du den Vitalmonitor noch immer? Bringt er Dir einen Nutzen, oder vielmehr wäre Dir der Nutzen 400,-€ wert? Ich habe das Gefühl meine Erschöpfung recht gut einzuschätzen, aber man ist ja immer de schnellste Läufer der Welt bis man mal die Stoppuhr einschaltet 🙂 Danke für Dein Feedback.

  2. Hallo Marco,
    ich würde auch gerne nachfragen welche Erfahrungen Du mit dem Vitalmonitor gemacht hast? Macht das Teil Sinn oder ist es eher gutes Marketing?
    Im Voraus vielen Dank für die Antwort.
    Lg Armin

  3. Hallo Marco,
    vielen Dank für die superschnelle Antwort! 🙂 und Deine Empfehlung.
    Werde ich mir noch genauer anschauen. Danke nochmals 🙂

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