Zwift: Das World Of Warcraft für Radfahrer

Wisst Ihr wie ich Training auf der Rolle mag? Der mitleidige Blick, den mein Hund mir währenddessen zuwirft, sagt schon alles.

Der Puls geht nicht hoch, nach wenigen Minuten steht man in einer Schweißpfütze und nervt alle Mitmenschen.

Zwift ist die Lösung

Doch dann habe ich zum ersten Mal Zwift gesehen. Es handelt sich um eine Art World of Warcraft für Radfahrer. In der virtuellen Insel Watopia fährt man mit und gegen andere Mitspieler, die irgendwo auf der Welt auch gerade auf der Rolle sitzen.

zwift-ftr

Und das macht riesigen Spaß. Die Grafik ist ansehnlich und das Gameplay leicht zu verstehen. Man braucht nur „Ride On“ zu klicken und kann sofort losfahren. Es dauert nicht lange und man sieht die ersten Mitspieler. Das spannende: Man kann genau sehen wie viel Watt pro kg sie gerade treten. Nicht selten passiert es, dass man einen Radfahrer überholt und er dann plötzlich wie verrückt in die Pedalen tritt.

Außerdem gibt es ein Gamification-System, mit dem man sich z. B.   ein gepunktetes Bergtrikot oder schöne Laufräder verdienen kann.

Besonders witzig: Die gefahrenen Routen werden automatisch auf Strava gepostet (Beispiel).

zwift-strava

Wie funktioniert Zwift?

Schaut Euch das super Video an. Da ist eigentlich alles erklärt.

Was benötigt Ihr?

Um Zwift spielen zu können, braucht man leider einiges an Equipment:

power2max-Wattmesser

  • Fahrrad: Kann auch ein ausgemustertes Rad sein.
  • Wattmesser: z. B. von power2max
  • Ant+ Empfänger: Gibt es für wenig Geld bei Amazon.
  • Ant+ Pulsgurt: z. B. von Garmin
  • Rollentrainer: Mechanische Version wie von Elite reicht.
  • PC oder Mac zum Ausführen der Software
  • Optional: Apple-TV zum Streamen auf TV
  • Optional: iPhone für Kameraperspektive oder Screenshots

Dank ANT+ musste ich kein einziges Gerät konfigurieren. Alles wurde sofort in Zwift erkannt.

Ant-Dongle-imac

Wie geht’s weiter?

Zwift gibt es schon seit Ende 2014 und macht einen wirklich professionellen Eindruck. Das Startup weiß wie Marketing funktioniert. Die 35.000 Facebook-Fans sehen fast täglich aktuelle Aktionen wie ein Rennen gegen Jens Voigt.

Finanzierungsrunden sollten für das Startup wohl kein Problem darstellen. Das Geschäftsmodell hat mich persönlich überzeugt und ich würde gerne 10-15 Euro im Monat für ein Abo bezahlen. Die Zielgruppe besteht aus ambitionierten Radfahrern und Triathleten und sollte dementsprechend auch groß genug sein.

Eigentlich, denn wenn ich mich einlogge, sind nur zwischen 20 und 70 aktive Spieler in Watopia . Liegt es an der limitierten Beta oder ist das Interesse doch kleiner als erwartet?

Ich freue mich jedenfalls über ein wenig Abwechslung im Winter, bei schlechtem Wetter oder während unterbrechungsfreien All-Out-Einheiten, bei denen mich der Hund wieder schief anguckt. Der hat eh die bessere Aero Position…

SpottyRolle

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